Ein Liegerad aus dem 3-D-Drucker

  • Nico Rottmann, Jonas Schwarz, Paul Böhmer, Theresa Schill, Nami Lobeck, Prof. Dr. Achim Wilke und Fahrer Lucas Börger. Es fehlen Keno Buse, Malte Labitzy, Henrik Richter-Alten und Ole Marten Kassebohm.
  • Nico Rottmann, Jonas Schwarz, Paul Böhmer, Theresa Schill, Nami Lobeck, Prof. Dr. Achim Wilke und Fahrer Lucas Börger. Es fehlen Keno Buse, Malte Labitzy, Henrik Richter-Alten und Ole Marten Kassebohm.

Beim Akkuschrauberrennen, das alle zwei Jahre von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) vor rund 5000 Besuchern in Hildesheim ausgerichtet wird, treten Fahrzeuge, die nur von einem gewöhnlichen Akkuschrauber angetrieben werden und auf denen mindestens eine Person mitfahren kann, gegeneinander an. Die Gestaltung der Flitzer steht jedes Mal unter einem speziellen Motto.

Ihre Vorgänger haben große Fußspuren hinterlassen – nun müssen die „Ostfreezers“ zeigen, was sie können: Das Team aus dem Studiengang Maschinenbau und Design an der Hochschule Emden/Leer wird am Sonnabend, 25. Juni, beim 9. Akkuschrauberrennen in Hildesheim antreten. Dreimal in Folge haben Studierende aus Emden dort den ersten Platz gemacht. „Wir hoffen, dass es auch diesmal wieder klappt“, sagt Theresa Schill vom „Ostfreezers“-Team.

Anlässlich des Rennens in Hildesheim hat eine Projektgruppe um Prof. Dr. Achim Wilke und mit Unterstützung des wissenschaftlichen Mitarbeiters Jonas Schwarz ein neues Rennfahrzeug entwickelt. Die Forderung des Wettbewerbs, mindestens 50 Zentimeter des Fahrzeugs mit 3D-Druck-Materialien herzustellen, hat das Team noch durch eigene Anforderungen erweitert: Die Studierenden bekamen im Designprojekt die Aufgabe, für das komplette Fahrzeug ein tragfähiges, möglichst organisches Rahmendesign zu entwickeln, das anschließend komplett mit SLS-Technik gedruckt werden sollte. Mit der Firma Materialise aus Belgien konnte ein kompetenter Kooperationspartner gewonnen werden, der die großen Bauteile fertigte. „Wir kombinieren diesmal organisches Design mit moderner Fertigung“, erklärte Wilke, der das Emder Rennteam begleitet. Organische, also runde und gitternetzartige Strukturen im 3-D-Druck zu schaffen, sei eine besondere Herausforderung.

Vorab hatten die Studierenden als Bestandteil der Ausbildung zum Designingenieur verschiedene Software-Schulungen durchlaufen. Nach dem erfolgreichen 3D-Druck wurden die Teile zusammengeklebt und mit den Fahrwerkkomponenten ergänzt. Nach einigen Optimierungsschlaufen und Renntests sind alle gespannt auf den Renntag.

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