Hochschule unterstützt "Power-to-Flex"

Matthias Schoof (v.l.), Dr. Piotr Biernacki, Kathrin Brahms und Prof. Dr. Sven Steinigeweg.

Matthias Schoof (v.l.), Dr. Piotr Biernacki, Kathrin Brahms und Prof. Dr. Sven Steinigeweg.

Kick-Off-Veranstaltung in Werlte

Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind ein wichtiger Bestandteil des Leitbildes der Hochschule Emden/Leer. Neben der Entwicklung der Dachmarke greentech OSTFRIESLAND wird dies auch in den Forschungsaktivitäten der Fachbereiche sichtbar. Zur Präsentation eines neuen, innovativen Teilprojekts ist die Hochschule jetzt zu Gast im niederländischen Werlte gewesen.

Innnovative Produkte für die Speicherung nachhaltig erzeugter Energien auf den Weg bringen – das ist das Ziel des im Frühjahr gestarteten Projektes „Power to fleX“. An dem Programm, das von der Europäischen Union und Interreg VA Deutschland/Nederland mit mehr als drei Millionen Euro gefördert wird, ist neben 17 weiteren Partnern auch die Hochschule Emden/Leer beteiligt: Am Mittwoch stellten Mitarbeiter des Hochschul-Instituts EUTEC ihren Beitrag, das Arbeitspaket „Meso-Power 2X“, während der Kick-off Veranstaltung in Werlte vor.

Mit „Power to fleX“ wollen die Initiatoren in den kommenden drei Jahren Anreize für kleine und mittelständische Unternehmen aus der Region schaffen, Konzepte zu entwickeln, bei denen Wärme oder Gas (Methan)/Flüssigkeit(Methanol) gespeichert werden kann. Zu diesem Zweck bauen die beteiligten Partner aus der Grenzregion zwischen Deutschland und den Niederlanden drei Versuchsanlagen, die das Stromnetz auf intelligente Weise ausgleichen sollen: Eine auf Einzelhaushalte oder kleine Betriebe ausgerichtete Mikro-P2Flex-Versuchsanlage (Flex bedeutet, dass Wärme und Gas gespeichert wird), eine Wasserstofftankstelle für die Partner-Stadt Groningen und eine Versuchsanlage im Meso-Maßstab.

Das letztgenannte Teilprojekt wird von der Hochschule Emden/Leer koordiniert. Es umfasst die Entwicklung, Erprobung und den Bau eines Power-2-Flex Demonstrationsmodells für den Maßstab eines mittelständischen Betriebs und wurde in Werlte von Prof. Dr. Sven Steinigeweg, Kathrin Brahms und Dr. Piotr Biernacki von der Hochschule Emden/Leer vorgestellt. Genutzt wurden für das Teilprojekt „Meso-Power 2X“ unter anderem die Ergebnisse des bereits abgeschlossenen Hochschul-Projekts „Kommunale Kläranlagen als Energiespeicher“, bei dem Wasserstoff mit Hilfe von Kohlendioxid aus den Faultürmen eines Klärwerks in Methan umgewandelt wird, welches als künstliches Erdgas speicherbar ist. In der von der Hochschule betreuten Versuchsanlage soll außerdem die angepasste Nutzung eines Elektrolyseurs durch die Verknüpfung mit bestehenden, aber für diesen Zweck optimierten Technologien wie z.B. Wärmepumpen untersucht werden.

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